Telefonieren aus HubSpot: Welche Möglichkeiten Schweizer Unternehmen haben
Aus HubSpot lässt sich direkt telefonieren, entweder über die in HubSpot integrierte Telefonie oder über eine angebundene Telefonlösung. Jeder Anruf wird automatisch beim Kontakt im CRM protokolliert. Ob Gespräche darüber hinaus aufgezeichnet, transkribiert und von KI zusammengefasst werden, hängt von der gewählten Anbindung ab: Die HubSpot-eigene Telefonie und ausgewählte spezialisierte Anbieter können das, eine angebundene bestehende Telefonie, etwa über Microsoft Teams, liefert nur die Eckdaten der Gespräche.
Für Schweizer Unternehmen ist zudem entscheidend, welche Art von Rufnummer als Anrufer-ID verwendet wird, also als die Nummer, die beim Angerufenen auf dem Display erscheint, denn Schweizer Netzbetreiber blockieren oder anonymisieren Anrufe mit +41-Nummern, die aus ausländischen Netzen kommen. HubSpot ersetzt keine Telefonanlage und kann keine Notrufe absetzen.

Auf einen Blick
- Drei Wege: HubSpot-eigene Telefonie im Browser und in der Mobile-App, ein spezialisierter Telefonie-Anbieter aus dem HubSpot App Marketplace, oder die Anbindung der bestehenden Telefonlösung, etwa Microsoft Teams.
- Schweiz unterstützt: HubSpot stellt Schweizer Rufnummern bereit, und die Schweiz kann aus HubSpot heraus angerufen werden.
- Wichtigste Stolperfalle: Wer seine bestehende Schweizer Nummer in HubSpot nur verifiziert, riskiert, dass Anrufe beim Empfänger blockiert oder als anonym angezeigt werden. Abhilfe schafft eine von HubSpot bereitgestellte Schweizer Nummer, die von Anfang an sauber registriert ist.
- KI: Wird ein Gespräch transkribiert, macht die KI daraus direkt im CRM nutzbares Wissen: Sie fasst das Gespräch zusammen, hält Entscheidungen und nächste Schritte beim Kontakt fest und macht jede Aussage durchsuchbar, während die Vertriebsführung auswertbare Gesprächsdaten erhält. Die Transkription funktioniert in allen gängigen Sprachen wie Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch (bei der HubSpot-eigenen Telefonie und ausgewählten Anbietern).
- Grenzen: Keine Notrufe, keine Sprachmenüs, keine Warteschlangen, kein Power-Dialer.
Was bedeutet „Telefonieren aus HubSpot“?
Telefonieren aus HubSpot bedeutet, dass ein Anruf direkt aus dem CRM heraus gestartet wird, statt die Nummer separat ins Telefon zu tippen. Im Kontaktdatensatz genügt ein Klick auf das Telefonsymbol, und das Gespräch beginnt. Der entscheidende Unterschied zum klassischen Telefonieren liegt nicht im Wählvorgang selbst, sondern darin, was danach passiert: Der Anruf wird automatisch dokumentiert, dem richtigen Kontakt zugeordnet und für Auswertungen nutzbar gemacht.
→ Dafür gibt es drei Wege, die dieser Beitrag im Detail vergleicht: die in HubSpot eingebaute Telefonie, die über den Browser oder die Mobile-App läuft, einen spezialisierten Telefonie-Anbieter, der sich in die HubSpot-Oberfläche einbindet, oder die Anbindung der bestehenden Telefonlösung, sodass weiterhin über die gewohnte Infrastruktur telefoniert wird und die Gespräche trotzdem im CRM landen.
Wie funktioniert die native Telefonie in HubSpot?
Die HubSpot-eigene Telefonie wird im Kontaktdatensatz gestartet. Im Anrufdialog wählt man die Absendernummer und das Gerät. Zur Auswahl stehen das Telefonieren über den Browser mit dem Headset am Computer, das Telefonieren über das eigene Telefon, bei dem HubSpot die Verbindung herstellt, sowie das Telefonieren über die HubSpot Mobile-App.
Ein Detail mit Kostenfolge: Die Variante über das eigene Telefon verbraucht doppelt so viele Gesprächsminuten, weil technisch zwei Verbindungen aufgebaut werden. Für Teams mit hohem Anrufvolumen ist das Telefonieren über den Browser deshalb in der Regel die wirtschaftlichere Wahl.
Bei den Rufnummern unterscheidet HubSpot zwischen zwei Typen, und dieser Unterschied ist wichtiger, als er zunächst klingt. Eine von HubSpot bereitgestellte Nummer wird direkt in HubSpot eingerichtet und kann sowohl ausgehende als auch eingehende Anrufe abwickeln, inklusive Weiterleitung und Combox. Bei einer registrierten Nummer behält man dagegen seine bestehende Nummer beim bisherigen Anbieter und bestätigt sie in HubSpot lediglich per Code. Das funktioniert nur für ausgehende Anrufe: Ruft die Kundin zurück, klingelt das gewohnte Telefon, und HubSpot bekommt von diesem Gespräch nichts mit.
Kann man in der Schweiz mit einer +41-Nummer aus HubSpot telefonieren?
Ja, grundsätzlich schon. Die Schweiz steht sowohl auf der Liste der Länder, in denen HubSpot Rufnummern bereitstellt, als auch auf der Liste der Länder, die aus HubSpot heraus angerufen werden können. Damit ist die Grundvoraussetzung erfüllt.
Wichtig für die Schweiz
Wer seine bestehende Schweizer Nummer bei HubSpot nur anmeldet, statt sie vollständig dorthin zu übertragen, riskiert, dass Anrufe bei Schweizer Kunden gar nicht mehr richtig ankommen: Der Angerufene sieht „unbekannt“ auf dem Display, oder der Anruf wird von seinem Telefonanbieter blockiert, bevor es überhaupt klingelt.
Der Grund: Schweizer Netzbetreiber wie Swisscom oder Sunrise prüfen, ob eine angezeigte Schweizer Nummer tatsächlich aus einem Schweizer Netz kommt. HubSpot-Anrufe kommen technisch aber aus dem Ausland. Diese Prüfung richtet sich gegen Betrugsanrufe mit gefälschten Nummern, trifft aber auch legitime Firmen. Zuerst galt sie nur für Festnetznummern, seit dem 1. Juli 2026 auch für Mobilnummern. HubSpot selbst nennt als Ausweg die Übertragung der bestehenden Nummer (die sogenannte Portierung) oder eine neue Nummer direkt von HubSpot. Wir empfehlen klar den zweiten Weg; warum, zeigt der nächste Abschnitt.
Welche Möglichkeiten haben Schweizer Unternehmen konkret?
In der Praxis haben sich drei Architekturen etabliert, die sich in Bedienkomfort, Aufwand und regulatorischer Sicherheit unterscheiden.
| Variante | Bedienung im CRM | Schweizer Nummern | Passt für |
| HubSpot-eigene Telefonie | Vollständig, keine Zusatzlizenz | Neue HubSpot-Nummer, als Zusatznummer | Vertriebsteams für ausgehende Anrufe, nicht als Hauptnummer |
| VoIP-Anbieter mit HubSpot-App | Fast vollständig, zweite Lizenz | Ja, je nach Anbieter | Teams mit hohem Volumen oder Bedarf an Dialer-Funktionen |
| Bestehende Telefonie behalten (z. B. Teams) | Eingeschränkt, läuft im Hintergrund | Ja, vollständig in Schweizer Hand | Unternehmen mit bestehender Anlage, Zentrale oder Teams-Telefonie |
HubSpot-eigene Telefonie mit einer Schweizer HubSpot-Nummer
Der direkteste Weg: Man bezieht eine neue Schweizer Nummer direkt bei HubSpot und nutzt sie als zusätzliche Nummer für den Vertrieb, während die Hauptnummer des Unternehmens beim bisherigen Anbieter bleibt.
Vorteile: Alles läuft in einem System, ohne zusätzliche Lizenz und ohne zweites Werkzeug. Aufzeichnung und KI-Auswertung sind eingebaut, die Einrichtung ist in kurzer Zeit erledigt, und die neue Nummer wird von den Schweizer Netzen korrekt angezeigt, weil sie von Anfang an sauber registriert ist.
Nachteile: Eine HubSpot-Nummer existiert nur in HubSpot. Anrufe darauf kommen ausschliesslich über den Browser oder die Mobile-App an, ein Tischtelefon klingelt nicht. Ohne Internetverbindung ist die Nummer nicht erreichbar, Notrufe sind nicht möglich, und Geräte wie Fax, Alarmanlagen oder Kartenterminals lassen sich nicht anschliessen.
Theoretisch liesse sich auch die bestehende Firmennummer zu HubSpot übertragen. Rechtlich ist das für ein Schweizer Unternehmen zulässig: Die Rufnummernportierung ist im Schweizer Fernmelderecht vorgesehen, die Nummer bleibt im Schweizer Nummerierungsplan und wird über den Schweizer Netzpartner des dahinterstehenden Dienstleisters Twilio geführt. Verlangt werden dafür unter anderem eine Schweizer Adresse und ein Handelsregisterauszug, und portierbar sind nur Festnetznummern, Mobilnummern nicht.
Trotzdem raten wir für ein mittelständisches Unternehmen in aller Regel davon ab. Vertragspartner und Datenverarbeitung wechseln damit zum amerikanischen Dienstleister Twilio, die Hauptnummer wäre nur noch über Browser und App erreichbar, die Zentrale mit Tischtelefonen fiele weg, und die Portierung selbst dauert gemäss HubSpot für Nummern ausserhalb der USA vier bis sechs Wochen. Wir empfehlen deshalb durchgängig, für HubSpot eine neue Nummer zu beziehen und bestehende Nummern beim bisherigen Anbieter zu belassen.
Spezialisierter VoIP-Anbieter mit HubSpot-App
Im HubSpot App Marketplace stehen über 160 Telefonie-Apps zur Verfügung. Zu den verbreitetsten mit Schweizer Rufnummern zählen Aircall, CloudTalk, RingCentral, Dialpad, JustCall, Ringover und Zoom Phone. Diese Anbieter binden sich über eine offizielle HubSpot-Schnittstelle direkt in die CRM-Oberfläche ein: Man klickt in HubSpot auf die Nummer, telefoniert über den externen Anbieter, und das Gespräch wird trotzdem automatisch im CRM protokolliert.
Vorteile: Echte Telefonanlagen-Funktionen wie Warteschlangen, Sprachmenüs und Anrufverteilung, die HubSpot selbst nicht bietet, dazu je nach Anbieter automatisches Durchwählen von Anruflisten für den Vertrieb. Die Bedienung bleibt trotzdem weitgehend im CRM. Bei ausgewählten Anbietern kann HubSpot die Gesprächsaufnahmen sogar direkt übernehmen, transkribieren und mit KI auswerten, genauso wie bei der eigenen Telefonie.
Nachteile: Eine zweite Lizenz pro Person und ein zweites System, das eingerichtet und betreut werden muss. Auch hier gilt: Vor der Entscheidung testen, ob der Anbieter Schweizer Nummern korrekt anzeigt.
Für mittelständische Unternehmen, die ihre Telefonie ohnehin modernisieren wollen, ist dies oft der beste Mittelweg zwischen CRM-Komfort und vollwertiger Telefonie.
Bestehende Telefonie behalten und mit HubSpot verbinden
Die dritte Variante lässt die Telefonie so, wie sie ist. Das Unternehmen telefoniert weiterhin über seine bestehende Lösung, sei es ein Telefonanschluss bei einem Schweizer Anbieter wie Swisscom oder Sunrise, eine eigene Telefonanlage oder Microsoft Teams, und HubSpot wird lediglich damit verbunden, damit die Gespräche trotzdem im CRM dokumentiert werden.
Besonders interessant ist das für Unternehmen, die bereits über Microsoft Teams telefonieren, was bei Firmen mit Microsoft 365 immer häufiger der Fall ist. HubSpot bietet dafür eine offizielle Teams-Integration: Richtet die IT sie einmal ein, werden Telefonate, die Mitarbeitende in Teams führen, automatisch beim passenden Kontakt in HubSpot protokolliert, ebenso beim zugehörigen Unternehmen und Deal. Das gilt für ausgehende wie für eingehende Anrufe, also auch dann, wenn Kundinnen und Kunden das Unternehmen anrufen; in den Einstellungen lässt sich festlegen, welche Anrufarten protokolliert werden. Nach dem Gespräch meldet sich zudem ein HubSpot-Benachrichtigungsdienst direkt in Teams, über den sich Notizen und Details zum Anruf ergänzen lassen, ohne Teams zu verlassen.
Drei Dinge sollte man dabei wissen: Die Protokollierung setzt voraus, dass die angerufene Person bereits als Kontakt in HubSpot existiert und die Telefonnummer exakt übereinstimmt, inklusive Landesvorwahl. Die Gespräche erscheinen nicht sofort, sondern im Schnitt nach 15 und spätestens nach 60 Minuten im CRM. Und es braucht die Telefonie-Funktion von Teams (Teams Phone), ein reines Teams für Videokonferenzen genügt nicht.
Vorteile: Für die Mitarbeitenden ändert sich am Telefonieren nichts, Tischtelefone, Zentrale und Notruffähigkeit bleiben erhalten, und die Rufnummern bleiben vollständig in Schweizer Hand, was regulatorisch die sauberste Ausgangslage ist.
Nachteile: Die Verbindung zu HubSpot läuft im Hintergrund: Anrufe werden erkannt und protokolliert, telefoniert wird aber weiterhin über die bestehende Lösung, nicht direkt in der CRM-Oberfläche. Bei Teams werden zudem nur die Eckdaten des Gesprächs übertragen, also wer wann wie lange telefoniert hat, nicht die Aufnahme selbst. Für die KI-Auswertung dieser Gespräche ist man deshalb auf die Möglichkeiten der eigenen Telefonlösung angewiesen.
Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist Variante 3 die beste Basis: Die bestehende Telefonie mit Hauptnummer, Zentrale und Notruffähigkeit bleibt unangetastet, und die Gespräche werden trotzdem im CRM dokumentiert. Wer zusätzlich die vollen HubSpot-Funktionen wie Aufzeichnung und KI-Auswertung nutzen möchte, ergänzt sie gezielt nur für das Vertriebsteam, entweder mit einer zusätzlichen HubSpot-Nummer (Variante 1) oder mit einem spezialisierten Anbieter (Variante 2). Von einem vollständigen Umzug der gesamten Firmentelefonie zu HubSpot raten wir dagegen aus den oben genannten Gründen klar ab.
Wie viele Gesprächsminuten sind enthalten?
Die Gesprächsminuten der HubSpot-eigenen Telefonie gelten pro Account und werden vom ganzen Team gemeinsam genutzt, nicht pro Person. Das ist bei der Planung entscheidend, denn ein aktives Vertriebsteam schöpft ein Kontingent schneller aus, als eine Pro-Kopf-Betrachtung vermuten lässt.
| Sales Hub | Minuten pro Monat | Rufnummern |
| Starter | 500 | 1 |
| Professional | 3'000 | bis 3 |
| Enterprise | 12'000 | bis 5 |
Zusätzliche Minuten und Rufnummern lassen sich dazukaufen, wobei die Preise je nach Standort von Anrufendem und Angerufenem variieren. Zum Telefonieren braucht jede Person ausserdem eine persönliche Nutzerlizenz, einen sogenannten Sales- oder Service-Seat.
Was HubSpot-Telefonie nicht kann
Ebenso wichtig wie die Möglichkeiten sind die Grenzen, denn hier scheitern Projekte, die HubSpot als vollwertigen Telefonieersatz einführen wollten.
Keine Notrufe
HubSpot untersagt in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich, den Dienst für Notrufe oder zur Bereitstellung von Notfalldiensten zu verwenden. Nummern wie 112, 144 oder 117 lassen sich über HubSpot nicht erreichen. Ein HubSpot-Anschluss darf deshalb nie die einzige Telefonieverbindung eines Standorts sein.
HubSpot bietet ausserdem keine Sprachmenüs („Drücken Sie die 1 für den Vertrieb“), keine Warteschlangen und keine regelbasierte Anrufverteilung. Eingehende Anrufe klingeln bei allen zugewiesenen Personen gleichzeitig, und schon diese einfache Verteilung setzt Professional oder Enterprise voraus. Wer eine klassische Zentrale mit Durchwahlen, Warteschleife und Gruppenregeln braucht, kommt um eine Telefonanlage oder einen spezialisierten Anbieter nicht herum.
Für den ausgehenden Vertrieb fehlt ein Power-Dialer, der Nummern automatisch nacheinander wählt. HubSpot arbeitet stattdessen mit Aufgabenlisten und Sequenzen, die eine Anruf-Aufgabe zur richtigen Zeit einblenden, den Anruf aber nicht automatisiert auslösen. Für Teams, die täglich sehr viele Kaltakquise-Anrufe tätigen, ist das der Punkt, an dem sich ein zusätzlicher Anbieter rechnet.
Wie sieht es mit SMS und WhatsApp aus?
Kurznachrichten sind im Kundenkontakt oft der schnellste Kanal, etwa für Terminbestätigungen oder Rückfragen. Hier lohnt sich für Schweizer Unternehmen ein genauer Blick, denn die Ausgangslage ist bei SMS und WhatsApp sehr unterschiedlich.
SMS:
Die eingebaute SMS-Funktion von HubSpot ist für die Schweiz faktisch nicht nutzbar. Sie setzt ein kostenpflichtiges Zusatzmodul voraus und versendet ausschliesslich von amerikanischen Nummern, eine SMS an Schweizer Kundschaft käme also mit US-Absender an. Die Lösung sind spezialisierte SMS-Anbieter aus dem HubSpot App Marketplace: Sie versenden mit einer Schweizer Nummer oder gleich mit dem Firmennamen als Absender, lassen sich aus HubSpot heraus auslösen (zum Beispiel automatische Terminerinnerungen), und Antworten werden beim Kontakt gespeichert.
WhatsApp:
Hier bietet HubSpot eine offizielle, direkt eingebaute Integration, und die ist für die Schweiz besonders interessant, weil WhatsApp hierzulande das meistgenutzte Nachrichten-App ist. Eine WhatsApp-Business-Nummer wird mit dem HubSpot-Posteingang verbunden, eingehende Nachrichten landen zentral beim Team statt auf einem einzelnen Handy, und jede Konversation wird automatisch beim Kontakt dokumentiert. Für das aktive Anschreiben von Kunden nutzt man vordefinierte, von WhatsApp freigegebene Nachrichtenvorlagen; 1'000 solcher Vorlagen-Nachrichten pro Monat sind enthalten.
→ Zwei Dinge sollte man bei WhatsApp wissen: Es braucht Marketing Hub oder Service Hub in der Version Professional oder Enterprise. Und die verbundene Nummer wird exklusiv über HubSpot bedient, die Chats erscheinen danach nicht mehr in der WhatsApp-App auf dem Handy. Sinnvoll ist deshalb eine eigene Nummer für den Kundenkontakt, nicht die persönliche Nummer eines Mitarbeitenden.
Welche technischen Voraussetzungen gelten?
Dieser Abschnitt betrifft die HubSpot-eigene Telefonie (Variante 1), denn nur dort laufen die Gespräche über den Browser. Wer über einen spezialisierten Anbieter telefoniert (Variante 2), richtet sich nach dessen eigenen, vergleichbaren Vorgaben, und wer seine bestehende Telefonie behält (Variante 3), telefoniert weiter wie bisher, ohne neue Voraussetzungen.
Weil die Gespräche über den Browser laufen, hängt die Sprachqualität an Internetverbindung und Firmennetzwerk. Die Details gehören in die Hände der IT-Abteilung, zwei Angaben aus der HubSpot-Dokumentation sollte man ihr dafür mitgeben: eine stabile Verbindung mit 10 Mbit/s im Up- und Download sowie die Freigabe des IP-Bereichs 168.86.128.0/18 und der UDP-Ports 10000 bis 60000 in der Firewall.
Fehlende Firewall-Freigaben sind der häufigste Grund, warum Gespräche in Unternehmensnetzen nicht zustande kommen oder abbrechen. Das Thema gehört deshalb früh auf die Traktandenliste mit der IT, idealerweise schon vor dem Testbetrieb. Mobile Browser und Tablets werden für die Telefonie nicht unterstützt, dort ist die HubSpot Mobile-App der richtige Weg.
Checkliste für Ihre IT
Die folgenden Punkte fassen alle technischen Angaben dieses Beitrags für die Vorbereitung zusammen. Als Entscheidungsträger können Sie diesen Kasten getrost Ihrer IT-Abteilung überlassen. Die Punkte zu Netzwerk, Firewall und Endgeräten betreffen die HubSpot-eigene Telefonie (Variante 1).
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1. Netzwerk:
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2. Firewall:
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3. Endgeräte:
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4. Notfallkonzept:
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5. Rufnummern:
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6. Datenschutz:
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7. Aufbewahrung:
Netzwerk:
Stabile Verbindung mit 10 Mbit/s im Up- und Download pro Arbeitsplatz sicherstellen.
Firewall:
IP-Bereich 168.86.128.0/18 sowie UDP-Ports 10000 bis 60000 freigeben. Dies ist die häufigste Fehlerquelle.
Endgeräte:
Telefonie läuft im Desktop-Browser oder in der HubSpot Mobile-App. Mobile Browser und Tablets werden nicht unterstützt.
Notfallkonzept:
HubSpot kann keine Notrufe absetzen. Pro Standort eine zweite Telefonieverbindung für 112, 117, 118 und 144 vorsehen.
Rufnummern:
Für HubSpot eine neue Schweizer Nummer beziehen, statt eine bestehende zu portieren. Vor dem Rollout testen, ob die Nummer bei Schweizer Empfängern korrekt angezeigt wird.
Datenschutz:
Anrufdaten werden von Twilio in den USA verarbeitet, auch bei EU-Hosting des HubSpot-Kontos. Verzeichnis der Datenbearbeitungen und Datenschutzerklärung entsprechend ergänzen.
Aufbewahrung:
HubSpot bietet keine automatische Löschfrist für Gesprächsaufzeichnungen. Ein eigener Löschprozess muss organisatorisch sichergestellt werden.
Was bringt Telefonie im CRM einem Vertriebsteam?
Der eigentliche Gewinn liegt nicht im Anrufen, sondern in der lückenlosen Dokumentation, und diesen Grundnutzen liefern alle drei Varianten: Jedes Gespräch wird automatisch dem Kontakt zugeordnet und erscheint zusätzlich beim verknüpften Unternehmen und an der laufenden Verkaufschance (dem Deal). Niemand muss mehr von Hand nachtragen, mit wem wann telefoniert wurde.
Wie detailliert die Dokumentation ausfällt, unterscheidet sich allerdings je nach Variante. Bei der HubSpot-eigenen Telefonie (Variante 1) und den spezialisierten Anbietern (Variante 2) wird jeder Anruf direkt aus dem CRM gestartet, und erfasst werden Richtung, Dauer und das Gesprächsergebnis, also ob jemand erreicht wurde, ob eine Nachricht hinterlassen wurde oder die Nummer falsch war. Dazu kommen auf Wunsch Aufzeichnung und KI-Auswertung. Wer seine bestehende Telefonie behält (Variante 3), erhält die Eckdaten der Gespräche, also wer wann wie lange telefoniert hat, bei Teams mit der erwähnten Verzögerung und ohne Aufnahme.
Für die Vertriebsführung entsteht vor allem mit den Varianten 1 und 2 eine Datengrundlage, die es vorher nicht gab. Auswertungen zeigen Anrufe pro Tag und Mitarbeitendem, durchschnittliche Gesprächsdauer und die Verteilung der Gesprächsergebnisse. Damit lässt sich beantworten, wie viele Kontaktversuche im Schnitt zu einem Termin führen und wo im Prozess Gespräche versanden. Mit Variante 3 sind solche Auswertungen entsprechend gröber, weil das Gesprächsergebnis fehlt.
Für die einzelnen Mitarbeitenden zählt in allen drei Varianten vor allem, dass die Vorbereitung entfällt. Vor dem Anruf ist die gesamte Historie sichtbar, nach dem Anruf muss nichts nachgetragen werden. Und bei Ferienabwesenheit oder Übergabe sieht die Vertretung sofort, was zuletzt besprochen wurde, statt sich auf handschriftliche Notizen verlassen zu müssen.
Wie unterstützt KI die Telefonie in HubSpot?
Vorweg zur Einordnung: Die KI-Funktionen in diesem Abschnitt stehen bei der HubSpot-eigenen Telefonie (Variante 1) zur Verfügung sowie bei ausgewählten spezialisierten Anbietern (Variante 2), deren Aufnahmen HubSpot übernehmen kann. Wer seine bestehende Telefonie behält (Variante 3), kann sie nicht nutzen, weil dort keine Aufnahmen nach HubSpot gelangen.
Aufgezeichnete Gespräche werden von HubSpot automatisch transkribiert und ausgewertet. Diese Funktion heisst Conversation Intelligence und liefert eine Zusammenfassung mit Gesprächszweck, Kernpunkten, getroffenen Entscheidungen, Stimmung und nächsten Schritten. Zusätzlich lassen sich Transkripte durchsuchen, was das Wiederfinden konkreter Aussagen erheblich erleichtert.
→ Für Schweizer Unternehmen ist die Sprachfrage zentral, und die Antwort fällt positiv aus: Deutsch, Französisch und Italienisch gehören zu den über 100 Sprachen, die HubSpot für die automatische Transkription unterstützt. Die Sprache wird dabei automatisch erkannt und lässt sich nicht manuell festlegen.
Realistisch einschätzen
Schweizerdeutsch ist nicht als eigene Sprache aufgeführt. Die KI-Transkription von Schweizerdeutsch funktioniert grundsätzlich: Das System stuft den Dialekt als Deutsch ein und überträgt das Gesagte sinngemäss ins Hochdeutsche. Die Qualität ist im Moment aber noch nicht hundertprozentig korrekt und kann je nach Dialekt fehlerhaft sein. Erfreulich ist die Entwicklung: Die Erkennung wird fast von Monat zu Monat besser. Wir bei business4you führen dazu derzeit einen eigenen Pilotversuch durch und testen die Transkriptionsqualität monatlich mit echten Gesprächen.
Über die reine Transkription hinaus wertet HubSpot Gesprächsdaten für die Vertriebsführung aus. Kennzahlen wie Redeanteil, Sprechtempo, längster Monolog und Interaktivität machen sichtbar, wie ein Gespräch verlaufen ist. Führungskräfte können einzelne Stellen im Transkript kommentieren und so gezielt coachen, statt pauschal Feedback zu geben. In der Enterprise-Version lassen sich zudem sogenannte getrackte Begriffe hinterlegen, etwa Namen von Mitbewerbern oder typische Einwände, deren Nennung dann automatisch erfasst und auswertbar wird.
Ergänzend schlägt HubSpot auf Basis von Gesprächs- und Deal-Daten nächste Schritte vor und weist auf Aktualisierungen hin, die im CRM sinnvoll wären. Automatische Transkription und Gesprächsanalyse setzen einen Seat in Sales Hub oder Service Hub Professional oder Enterprise voraus, getrackte Begriffe sind Enterprise vorbehalten.
Was gilt in der Schweiz rechtlich für Gesprächsaufzeichnungen?
Dieser Punkt wird bei Telefonie-Projekten regelmässig unterschätzt, denn in der Schweiz greift nicht nur das Datenschutzrecht, sondern zusätzlich das Strafrecht. Nach Art. 179ter des Strafgesetzbuchs macht sich strafbar, wer als Gesprächsteilnehmer ein nicht öffentliches Gespräch ohne Einwilligung der anderen Beteiligten aufzeichnet. Massgeblich ist dabei nicht, ob die Aufzeichnung heimlich erfolgt, sondern ob eine Einwilligung vorliegt.
Es existiert zwar eine Ausnahme für Gespräche im Geschäftsverkehr, die Bestellungen, Aufträge oder Reservationen zum Inhalt haben. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte legt sie jedoch eng aus. Beratungs- und Verkaufsgespräche sowie Verhandlungen fallen in der Regel nicht darunter. Zudem dürfen so entstandene Aufzeichnungen grundsätzlich nur zu Beweiszwecken verwendet werden, nicht für Schulung, Qualitätssicherung oder Auswertung. Genau das sind aber die Zwecke, für die Unternehmen Aufzeichnungen einsetzen möchten.
Hinzu kommen die Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes: Betroffene müssen vorgängig über Zweck und Empfänger informiert werden, Aufzeichnungen sind zu löschen, sobald der Zweck erfüllt ist, und bei hohem Risiko kann eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig sein.
Datenstandort beachten
Für die Telefonie arbeitet HubSpot mit dem amerikanischen Dienstleister Twilio zusammen, der die Anrufe im Auftrag von HubSpot technisch abwickelt, und zwar mit Datenverarbeitung in den USA. Das gilt auch für HubSpot-Konten, die im EU-Rechenzentrum in Deutschland gehostet werden. Wer den Standort seines Kontos in die EU verlegt, löst das Thema für die Telefonie also nicht mit. Diese Datenweitergabe ins Ausland muss im Verzeichnis der Datenbearbeitungen und in der Datenschutzerklärung abgebildet und vertraglich abgesichert werden.
Ein dritter Punkt betrifft die eigenen Mitarbeitenden. Nach Art. 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz sind Überwachungssysteme, die das Verhalten am Arbeitsplatz überwachen sollen, unzulässig, und zwar unabhängig von einer Einwilligung. Aufzeichnungen zur Qualitätssicherung sind nur zulässig, wenn sie verhältnismässig ausgestaltet sind, die Mitarbeitenden vorgängig informiert wurden und ein erkennbarer Hinweis erfolgt. Eine flächendeckende Daueraufzeichnung aller Gespräche zur Leistungsbeurteilung ist die riskanteste denkbare Konfiguration.
Praktisch relevant ist ausserdem, dass HubSpot keine konfigurierbare Aufbewahrungsfrist für Aufzeichnungen dokumentiert. Wer eine Löschfrist zusagen will, muss den Prozess organisatorisch selbst sicherstellen.
→ Eine Anmerkung zum Schluss: Wer sich für Variante 3 entscheidet, also die bestehende Telefonie behält und nur mit HubSpot verbindet, hat all diese Themen gar nicht. Dort wird lediglich der Anruf protokolliert, also wer wann wie lange telefoniert hat, nicht aber das Gespräch selbst. Ohne Aufnahme stellt sich weder die Einwilligungsfrage noch die Frage nach Datenweitergabe oder Aufbewahrung.
Dieser Abschnitt gibt den Stand der öffentlich zugänglichen Informationen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Für die konkrete Ausgestaltung, insbesondere bei Aufzeichnungen von Mitarbeitendengesprächen, empfiehlt sich die Abklärung mit einer Juristin oder einem Juristen.
Fazit
Telefonie aus HubSpot bringt den Kanal ins CRM, über den im Vertrieb die wichtigsten Gespräche laufen. Anrufe werden in allen drei Varianten automatisch dokumentiert; mit der HubSpot-eigenen Telefonie oder einem ausgewählten spezialisierten Anbieter fasst KI die Gespräche zusätzlich zusammen und macht sie auswertbar, sodass Führungskräfte belastbare Zahlen statt Bauchgefühl erhalten.
Sie überlegen, Telefonie in Ihr CRM zu holen, und möchten wissen, welche Variante zu Ihrer bestehenden Infrastruktur und Teamgrösse passt?
Wir begleiten Sie als HubSpot-Partner von der Evaluation bis zur Einführung.
Wissensstand dieses Beitrags: August 2026. Sämtliche Angaben in diesem Artikel, etwa zu Lizenzumfang, Gesprächsminuten, unterstützten Sprachen und rechtlichen Vorgaben, beziehen sich auf diesen Zeitpunkt und wurden anhand der offiziellen HubSpot-Dokumentation geprüft. Preis-, Inhalts- und Funktionsanpassungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
Häufige Fragen zur Telefonie mit HubSpot
Kann man aus HubSpot mit einer Schweizer Nummer telefonieren?
Ja. Die Schweiz steht sowohl auf der Liste der Länder, in denen HubSpot Rufnummern bereitstellt, als auch auf der Liste der Länder, die aus HubSpot heraus angerufen werden können. Entscheidend ist jedoch, welche Art von Nummer als Anrufer-ID verwendet wird.
Warum werden Anrufe mit Schweizer Nummer blockiert oder anonymisiert?
Schweizer Netzbetreiber filtern Anrufe, die eine Schweizer Rufnummer als Anrufer-ID anzeigen, aber aus einem ausländischen Netz stammen. HubSpot weist darauf hin, dass dies Festnetz- und geografische Nummern betrifft und die Durchsetzung seit dem 1. Juli 2026 auch auf Mobilnummern ausgeweitet wurde. Die Lösung besteht darin, eine von HubSpot bereitgestellte Schweizer Nummer zu nutzen. Von einer Portierung der bestehenden Nummer raten wir ab.
Kann man mit HubSpot Notrufe absetzen?
Nein. HubSpot untersagt in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich, den Dienst für Notrufe oder zur Bereitstellung von Notfalldiensten zu verwenden. Nummern wie 112, 144 oder 117 lassen sich damit nicht erreichen. Ein HubSpot-Anschluss darf deshalb nie die einzige Telefonieverbindung eines Standorts sein.
Ersetzt HubSpot eine Telefonanlage?
Nein. HubSpot bietet keine Sprachmenüs, keine Warteschlangen und keine regelbasierte Anrufverteilung. Eingehende Anrufe klingeln bei allen zugewiesenen Personen gleichzeitig, und diese Funktion setzt Professional oder Enterprise voraus. Für eine klassische Zentrale mit Durchwahlen und Warteschleifen braucht es weiterhin eine Telefonanlage oder einen spezialisierten Anbieter.
Wie viele Gesprächsminuten sind in HubSpot enthalten?
Die Minuten gelten pro Account und werden vom ganzen Team geteilt, nicht pro Person. Im Sales Hub umfasst Starter 500 Minuten pro Monat und eine Rufnummer, Professional 3'000 Minuten und bis zu drei Rufnummern, Enterprise 12'000 Minuten und bis zu fünf Rufnummern. Zusätzliche Minuten lassen sich dazukaufen.
Wie lange dauert es, eine Schweizer Nummer zu HubSpot zu portieren?
HubSpot nennt für Nummern ausserhalb der USA vier bis sechs Wochen, wobei nur Festnetznummern portierbar sind, Mobilnummern nicht. Zu bedenken ist: Eine portierte Nummer ist danach nur noch über HubSpot erreichbar, nicht mehr über Tischtelefone oder die bisherige Anlage. Wir raten deshalb von der Portierung ab und empfehlen stattdessen eine neue HubSpot-Nummer
Soll ein Unternehmen seine Hauptnummer zu HubSpot portieren?
Nein, davon raten wir ab. Eine portierte Nummer ist nur noch über den Browser und die HubSpot-App erreichbar, funktioniert ohne Internetverbindung nicht und kann keine Notrufe absetzen. Bewährt hat sich stattdessen, die Hauptnummer beim bisherigen Anbieter zu belassen und für den Vertrieb eine zusätzliche HubSpot-Nummer zu nutzen.
Werden Anrufe automatisch im CRM protokolliert?
Ja. Anrufe werden automatisch dem Kontakt sowie den verknüpften Unternehmen und Deals zugeordnet und erscheinen im Zeitverlauf. Bei der HubSpot-eigenen Telefonie und spezialisierten Anbietern werden Richtung, Dauer und Gesprächsergebnis erfasst; bei einer angebundenen bestehenden Telefonie, etwa über Microsoft Teams, sind es die Eckdaten des Gesprächs.
Unterstützt die KI-Transkription in HubSpot Deutsch und Französisch?
Ja. Deutsch, Französisch und Italienisch gehören zu den über 100 Sprachen, die HubSpot für die automatische Gesprächstranskription unterstützt. Die Sprache wird automatisch erkannt und lässt sich nicht manuell festlegen. Schweizerdeutsch wird als Deutsch erkannt und sinngemäss ins Hochdeutsche übertragen; die Qualität ist je nach Dialekt noch fehlerhaft, verbessert sich aber laufend.
Welche HubSpot-Lizenz wird für Telefonie und KI-Auswertung benötigt?
Für das Telefonieren mit der HubSpot-eigenen Telefonie ist ein zugewiesener Sales- oder Service-Seat erforderlich. Automatische Transkription und Gesprächsanalyse setzen einen Seat in Sales Hub oder Service Hub Professional oder Enterprise voraus. Getrackte Begriffe sind Enterprise vorbehalten. Externe Anbieter und eine angebundene bestehende Telefonie werden separat lizenziert.
Welche technischen Voraussetzungen gelten für Telefonie in HubSpot?
Für die HubSpot-eigene Telefonie nennt HubSpot eine stabile Verbindung mit 10 Mbit/s im Up- und Download; die Firewall muss den IP-Bereich 168.86.128.0/18 sowie die UDP-Ports 10000 bis 60000 freigeben. Diese Freigaben sind die häufigste Ursache für scheiternde Gespräche und sollten vor dem Start mit der IT geklärt werden. Wer über einen externen Anbieter oder die bestehende Telefonanlage telefoniert, richtet sich nach deren Vorgaben.
Wo werden Gesprächsaufzeichnungen von HubSpot verarbeitet?
Die Anrufe werden vom amerikanischen Dienstleister Twilio im Auftrag von HubSpot abgewickelt, mit Datenverarbeitung in den USA, und zwar auch für Konten, die im EU-Rechenzentrum gehostet werden. Für Schweizer Unternehmen bedeutet das eine Datenweitergabe ins Ausland, die dokumentiert und in der Datenschutzerklärung abgebildet werden muss.
Darf man in der Schweiz Kundengespräche aufzeichnen?
Nur mit Einwilligung aller Gesprächsteilnehmenden. Die Aufzeichnung eines nicht öffentlichen Gesprächs ohne Einwilligung ist nach Art. 179ter StGB strafbar. Zusätzlich gelten die Informationspflichten des revidierten Datenschutzgesetzes. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Kann man eine bestehende Telefonanlage mit HubSpot verbinden?
Ja. Bestehende Telefonlösungen wie Microsoft Teams oder eine Telefonanlage lassen sich mit HubSpot verbinden; telefoniert wird dann weiterhin wie gewohnt, und die Anrufe werden im Hintergrund beim Kontakt protokolliert. Wer stattdessen die volle Bedienung im CRM möchte, findet im HubSpot App Marketplace über 160 Telefonie-Apps von spezialisierten Anbietern wie Aircall, CloudTalk, RingCentral, Dialpad und Zoom Phone.
Kann man aus HubSpot SMS an Schweizer Nummern senden?
Nicht mit der HubSpot-eigenen SMS-Funktion. Diese setzt ein Marketing-Hub-Add-on voraus und erlaubt den Versand ausschliesslich von US-Nummern. Schweizer Unternehmen benötigen dafür einen Anbieter aus dem App Marketplace.
Kann man WhatsApp mit HubSpot nutzen?
Ja, über die offizielle WhatsApp-Integration. Eine WhatsApp-Business-Nummer wird mit dem HubSpot-Posteingang verbunden, das Team beantwortet Nachrichten zentral, und jede Konversation wird beim Kontakt gespeichert. Voraussetzung ist Marketing Hub oder Service Hub in Professional oder Enterprise; 1'000 Vorlagen-Nachrichten pro Monat sind enthalten.