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HubSpot oder Zoho CRM: Welche CRM-Plattform passt zu Ihrem Unternehmen?

Geschrieben von Andrea B. Roch | 13. Oktober 2026

 

Transparenzhinweis. business4you ist HubSpot Platinum Partner. Wir stützen den Vergleich deshalb auf öffentlich überprüfbare Quellen, die am Ende aufgeführt sind. Nach demselben Muster haben wir auch HubSpot und Creatio verglichen.

HubSpot verbindet Marketing, Vertrieb und Service in einer einzigen Datenbank. Zoho ist eine Produktfamilie, in der Zoho CRM den Vertrieb abdeckt und mit weiteren Zoho-Produkten für Marketing, Service und Verwaltung verbunden ist.

Beide decken den Vertrieb vollständig ab und bringen KI mit. HubSpot ist breiter bei Marketing, Inhalten, Service und der Auswertung bis zum Umsatz. Zoho CRM führt den Verkauf bis zur Rechnung und lässt sich schon in günstigeren Editionen stark auf das eigene Geschäft zuschneiden.

Zoho CRM führt Mitarbeitende besonders konsequent durch vorgegebene Prozessschritte. HubSpot automatisiert schneller über Marketing, Vertrieb und Service hinweg und baut Abläufe inzwischen aus einer Beschreibung in Alltagssprache.

In beiden Systemen legen Fachbereiche Felder, Listen und einfache Abläufe ohne IT an. HubSpot gilt in Anwenderbewertungen als einfacher zu bedienen, Zoho CRM bietet mehr Gestaltungsspielraum pro Lizenzstufe.

Auf G2 erreicht HubSpot Sales Hub bei der Bedienbarkeit 8.7 von 10 Punkten, Zoho CRM 8.2. Das deckt sich mit dem Bild auf OMR Reviews. Dort loben Anwenderinnen die Anpassbarkeit von Zoho und nennen zugleich die anfängliche Komplexität für neue Nutzende.

Zoho senkt diese Einstiegshürde mit KI. Teams beschreiben in eigenen Worten, was sie erfassen wollen, und Zoho legt die passende Struktur an. In HubSpot passen Admins Felder, Verkaufsphasen und Ansichten ebenfalls ohne Programmierung an. Die Oberfläche bleibt dabei für alle Bereiche einheitlich, was neuen Mitarbeitenden den Einstieg erleichtert.

HubSpot erweitert die Oberfläche über App Cards und App Pages, React-Komponenten, die innerhalb von HubSpot laufen und updatesicher bleiben. Das Developer-Release 2026.09 bringt datumsbasierte API-Versionierung, und der MCP-Server von HubSpot erreicht inzwischen auch eigene Datentypen, Kampagnen und Marketing-E-Mails.

Zoho CRM bietet Widgets in HTML und JavaScript, Client Scripts für das Verhalten im Browser, Deluge-Funktionen auf dem Server sowie einen eigenen MCP-Server, über den externe KI-Agenten auf Zoho-Aktionen zugreifen. Testumgebungen gibt es bei beiden in den oberen Stufen, bei Zoho ab Enterprise, bei HubSpot in Enterprise.

Beide bieten 2026 KI-Agenten und einen Baukasten für eigene. HubSpot setzt auf grosse Sprachmodelle externer Anbieter und auf Agenten, die über die ganze Kundenbeziehung auf einer Datenbasis arbeiten. Zoho setzt auf ein eigenes, bewusst kleines Sprachmodell für einfache Aufgaben und ergänzt es mit externen Modellen.

HubSpot liegt auf G2 und Capterra etwas höher, Zoho CRM hat auf Capterra die grössere Bewertungsbasis. Beide schneiden insgesamt gut ab.

Im direkten G2-Vergleich liegt HubSpot bei der Qualität des Supports mit 8.6 zu 7.6 vorn. Zoho punktet in den Bewertungen mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Anpassbarkeit.

Für Schweizer Entscheide ist OMR Reviews der aufschlussreichste Wert, weil dort Anwender aus dem deutschsprachigen Raum bewerten. HubSpot kommt auf rund siebenmal mehr Bewertungen und wurde für Q3/2026 unter anderem in den Kategorien Sales Platforms, Lead Scoring und Customer Engagement Platform als Leader geführt. Zoho CRM erhält gute Noten von einer kleineren, aber zufriedenen Nutzerschaft.

Technisch wachsen beide problemlos mit einem Schweizer KMU mit. Beide verlangen eine Edition für das ganze Unternehmen, HubSpot für Neukunden seit Oktober 2026. Unterschiedlich ist, was mit dem Wachstum teurer wird. Bei HubSpot sind es die Lizenzen und der Verbrauch an Credits, bei Zoho die Lizenzen und die Limiten der Edition.

Ein Beispiel. Ein Vertriebsteam wächst von zwölf auf 25 Personen, zwei Regionalleiter brauchen neu das Gebietsmanagement aus Enterprise. Bei Zoho steigen damit alle 25 Lizenzen von 23 auf 40 Euro, die Jahreskosten von rund 6'900 auf 12'000 Euro. Das bleibt deutlich unter dem HubSpot-Listenpreis, wirkt aber als Sprung, der sich vorab einplanen lässt.

Beide Anbieter speichern die Daten europäischer Kunden in der EU. Keiner bietet standardmässig Datenhaltung in der Schweiz.

Bei HubSpot landen Unternehmen aus der Schweiz und anderen europäischen Ländern beim Vertragsabschluss automatisch im Rechenzentrum in Frankfurt. Ein Antrag oder eine Zusatzoption ist dafür nicht nötig. Für KI-Funktionen gehen die nötigen Daten an die externen Modellanbieter, vertraglich auf die jeweilige Aufgabe beschränkt.

Zoho betreibt für Europa zwei Rechenzentren, in Amsterdam und in Dublin. Massgebend ist die Domain, über die das Konto eröffnet wird. Konten auf zoho.eu liegen in Europa, Konten auf zoho.com in den USA. Zoho wählt das Rechenzentrum bei der Registrierung anhand des angegebenen Landes. Auch das eigene Sprachmodell Zia LLM läuft im europäischen Rechenzentrum. Nutzt eine KI-Funktion ein externes Modell, gehen die betroffenen Daten an diesen Anbieter.

Zoho weist Zertifikate für Informationssicherheit, Datenschutzmanagement und Cloud-Datenschutz aus. Das Geschäftsmodell verzichtet auf Werbung, Kundendaten werden nicht vermarktet. HubSpot erfüllt die Anforderungen der DSGVO und bringt Werkzeuge für Einwilligungen, Rechtsgrundlagen je Kontakt sowie Auskunfts- und Löschanfragen mit. Wer die DSGVO erfüllt, deckt die Anforderungen des revidierten Schweizer Datenschutzgesetzes in aller Regel mit ab.

Für beide gilt dasselbe. Die Konformität entsteht erst durch die konkrete Konfiguration, die Rechtsgrundlage je Verarbeitung und ein durchdachtes Löschkonzept.

Sie treffen sie am besten an zwei bis drei konkreten Anwendungsfällen aus Ihrem Geschäft. Spielen Sie diese in beiden Systemen durch, statt Funktionslisten zu vergleichen.

Wie Sie aus der Unternehmensstrategie ein Zielbild für Marketing, Vertrieb und Service ableiten, bevor Sie sich für ein System entscheiden, zeigt unser Beitrag Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Service starten.

 

Stand: 7. Oktober 2026. Preise und Funktionsumfang können sich kurzfristig ändern. Alle Listenpreise gemäss den Preisseiten der Anbieter und
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