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Keep up the good work!

Geschrieben von Amelie Evard | 26.Januar 2018

Lesezeit: 4 Minuten

Im Campus von business4you gibt es seit neustem einen hauseigenen Gym-Bereich. Dort können die Mitarbeitenden vom Büroalltag abschalten, sich bewegen und so ihr Wohlbefinden steigern.

 Eindrücke aus dem business4you Gym-Bereich

Natalie, Projektassistentin Marketing und Personaltrainerin, lässt uns in diesem Artikel «mittrainieren».

Natalie, wie kamst du zum Personaltraining?

Angefangen hat alles mit dem Tanzen. Ich habe 10 Jahre lang getanzt, bevor mich Kollegen in den Boxkeller mitgenommen haben. In diesem Boxkeller absolvierten viele Fussballclubs des Kanton Berns ihr Aufbautraining – und eines Tages durfte ich eines dieser Trainings leiten. So hatte ich die Möglichkeit, gleich zwei meiner Stärken auszuleben – Sport an sich und die Motivation von Menschen, an ihre Grenzen zu gehen.

Ich habe mich dann entschieden, eine Weiterbildung im Bereich Sport zu machen und habe die zweijährige Trainerausbildung an der Swiss Academy of Fitness and Sports (SAFS) in Zürich absolviert. Praktische Erfahrung habe ich anschliessend während drei Jahren in einem Fitnesscenter erlangt. Heute arbeite ich Vollzeit im Bereich Marketing. Mein grosses Hobby – den Sport - betreibe ich jedoch nach wie vor als Functional- und Boxtrainerin. Dort durfte ich unter anderem ein Kindertraining für 5- bis 13-Jährige aufbauen, welches ich heute in Bern führe.

Du gibst zweimal die Woche «Groupfitness» bei business4you. Wie ist diese Idee entstanden?

Eine Umfrage unserer Geschäftsleitung unter den Mitarbeitenden offenbarte eine hohe Nachfrage. Daraufhin wurden zwei Räume in unserem Campus eigens dafür eingerichtet. Von Ausdauer- und Kraftgeräten über einen Boxsack bis hin zu TRX-Bändern und Hanteln ist alles da, um den ganzen Körper in Form zu bringen und vom Büroalltag abzuschalten. Durch das Gym wurde meine Lust geweckt, mein Wissen an meine Arbeitskollegen weiterzugeben. Also gebe ich nun zweimal in der Woche ein Personal-Group-Training. Gemeinsam gegen den «inneren Schweinehund» (lacht)!

Für mich ist es zusätzlich toll, zwei meiner Leidenschaften unter einem Dach zu verbinden (Marketing & Sport). Ein guter Nebeneffekt dieses Gruppentrainings im Büro ist das Teambuilding: Das Team wird zusätzlich in einer anderen Atmosphäre zusammengeschweisst, überschreitet gemeinsam Grenzen und wächst über sich hinaus – was wir also oft im Alltag im Rahmen unserer Tätigkeit machen, tun wir nun auch beim Sport.

 Zusammen über den Mittag den "inneren Schweinehund" überwinden. Natalie stet unterstützend zur Seite

Wie bereitest du diese Trainings vor? Was ist für dich wichtig und welche Elemente dürfen auf keinen Fall fehlen?

Ich schöpfe bei der Zusammensetzung der Trainingseinheiten vor allem aus meinem Erfahrungsschatz und lasse mich von früheren Trainings inspirieren. Wichtig zu beachten ist die Teilnehmerzahl: Ich baue viele Übungen ein, welche zu zweit gemacht werden können, denn auch da wird zusätzlich das Element des Teambuildings gestärkt und es ist motivierender, zusammen zu «leiden».

Die Übungen sollten jedoch so gewählt werden, dass das Level durch jeden einzelnen selber gesteuert werden kann. Im sogenannten Functionaltraining gelingt dies durch das Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht und Rhythmus ohne Problem. Die Abwechslung ist ein weiterer wichtiger Punkt. Ich gestalte das Trainingsprogramm abwechslungsreich und stelle keine Programme zusammen, welche in der gleichen Woche dieselben Muskelgruppen trainieren.

Einzig der Aufbau der Training-Sessions ist immer der gleiche: Zuerst heisst es Aufwärmen, um den Kreislauf anzukurbeln. Danach werden bis zu einer positiven Erschöpfung Kraft und Ausdauer trainiert. Am Nachmittag will man ja schliesslich noch arbeiten können (lacht). Zum Schluss wird ein fünf- bis zehnminütiges «cool down» gemacht, um ganz entspannt – nach einer Dusche – in den Nachmittag zu starten.

Beim Funcionaltraining kann jeder sein Level selber wählen

Wie kann jede und jeder am Arbeitsplatz fit bleiben? Welche kleineren Massnahmen empfiehlst du?

Es ist oft der Fall, dass Arbeitstätige keine Zeit finden, sich zu bewegen. Nicht jedes Unternehmen muss sich deswegen gleich einen eigenen Fitness-Bereich zulegen. Kleinere Massnahmen am Arbeitsplatz genügen da schon. Wichtig ist, dass Mitarbeitende sich bewegen! Es ist kein Geheimnis, dass Bewegung nicht nur die Zufriedenheit und somit die Produktivität steigert, sondern auch die Gesundheit positiv beeinflusst. Ein Spaziergang über die Mittagpause bringt zusätzliche Energie für den Nachmittag und steigert das Grundwohlbefinden. Mit Medizin- oder Gymnastikbällen, einem Springseil oder Hanteln kann auch in der Mittagpause einfach und effektiv trainiert werden, ohne dafür viel Platz oder teures Equipment anschaffen zu müssen

Was sind deine drei Tipps, um gesund durch den Alltag zu kommen?

  1. Frühstücken: Ein selbstgemachtes Müesli, ein Vollkornbrötli oder ein frischgepresster Orangensaft sind eine gute Basis, um mit viel Energie in den Tag zu starten.
  2. Viel Wasser trinken: Warum nicht eine schöne Trinkflasche mit ins Büro nehmen – dann fällt das Wassertrinken leichter und man denkt eher daran.
  3. Nicht immer zum Telefonhörer greifen: vom Arbeitsplatz aufstehen und sich zum Arbeitskollegen bewegen – manche Themen sollte man sowieso besser von Angesicht zu Angesicht besprechen. Und: Das kurbelt den Kreislauf zusätzlich an.